• Güteverfahren zum 31.12.2016 zur Verjährungsunterbrechung?

    Soweit von uns vertretene Infinus-Geschädigte von Drittorganisationen ein als Weihnachtsgeschenk bezeichnetes Angebot erhalten haben sollten, für ein die Verjährungsfrist stoppendes Güteverfahren, raten wir zunächst dazu, folgende Aspekte zu berücksichtigen:

    1.         Prüfen Sie, ob Sie bereits im Jahre 2013 über Informationen verfügten, aufgrund derer es Ihnen möglich gewesen wäre, einen Schadensersatzanspruch zu präzisieren.

    Nur bei Vorliegen entsprechender Informationen oder grob fahrlässiger Nichtkenntnis derselben kommt der Beginn der 3-jährigen Verjährungsfrist noch im Jahre 2013 infrage, mit der entsprechenden Verjährungsgefahr zum 31.12.2016.

    Soweit zur Frage, ob zum Ende dieses Jahres 2016 überhaupt eine Verjährungsgefahr besteht.

    2.         Prüfen Sie weiter, für welche Kosten eine Finanzierungszusage bestehen soll. Prüfen Sie insbesondere, ob die Kostenfreistellung nur die Verfahrenskosten der Gütestelle betreffen, oder die Kostenfreistellung auch die oft wesentlich höheren Rechtsanwaltsgebühren mit einschließt.

    3.        Lassen Sie sich weiterhin erklären, für welche Zeitdauer ein eingeleitetes  Güteverfahren zu einer Verjährungsunterbrechung führt.

    4.         Soweit im angebotenen Weihnachtsgeschenk die Existenz von Haftpflichtversicherungen auf Infinus Seite angesprochen wird, beziehen Sie in Ihre Überlegungen mit ein, dass ein Haftpflichtversicherer für vorsätzliche Schädigungen der versicherten Person(en) grundsätzlich nicht haftet.

    Für weitere Aspekte stehe ich den Mandanten gerne telefonisch zur Verfügung.

  • Mandanteninformation Juli 2016 zu Ansprüchen aus der Insolvenz über das Vermögen der Future Business KGaA

    I.          Mit im Internet veröffentlichtem Schreiben vom 17.05.2016 hat der Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass eine Abschlagverteilung derzeit nicht möglich ist. Neue Informationen zu dieser Thematik liegen der Kanzlei nicht vor.

    II.         Das Rundschreiben einer Schutzvereinigung von Mitte Juli 2016 veranlasst zum Thema Adhäsionsverfahren zu informieren.

    Grundsätzlich sieht die Strafprozessordnung vor, dass geschädigte Personen beantragen können, dass auch über ihre zivilrechtlichen Ansprüche im Strafverfahren entschieden wird; § 406 StPO. Allerdings müssen sich die Belange des Antragstellers zur Erledigung im Strafverfahren eignen.

    Zu dieser (bereits durch erfolgte Anträge erhobenen) Frage haben sich die Strafrichter bisher nicht geäußert.

    Die bisherige Dauer des Verfahrens sowie Art und Umfang der sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich zu klärenden, komplexen Streitpunkte begründen diesseits Bedenken gegen die Eignung einer Anspruchsgeltendmachung im Adhäsionsverfahren.

    Zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls bestehen diesseits Zweifel an der Opportunität dieses Rechtsweges.

    Zum Gesichtspunkt der Kostenschonung argumentieren Rechtsschutzversicherer, dass die beim Adhäsionsverfahren abzurechnende Rechtsanwaltsgebühr nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) mit dem Gebührensatz von 2,0 deutlich über dem vergleichbaren Gebührensatz eines Zivilverfahrens liegt.

    Dies sollten auch nicht rechtschutzversicherte Geschädigte ins Kalkül einbeziehen.

    Nach dem persönlichen Eindruck zum bisherigen Verlauf des Strafverfahrens lässt sich schon aufgrund der am 1. Strafverhandlungstag erhobenen Besetzungsrüge eines der Verteidiger nicht ausschließen, dass sich an das Ende des Strafverfahrens nach einer BGH-Revision auch noch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts anschließt. Ein Ende des Strafverfahrens ist daher nicht absehbar.

  • Beginn des Strafverfahrens vor dem LG Dresden

    Im Interesse unserer Mandanten habe ich am 16.11.2015 der 1. Hauptverhandlung im Strafprozess  gegen mutmaßlich verantwortliche Manager verschiedener Unternehmen der sogenannten „Infinus-Gruppe“ als Beobachter der Öffentlichkeit teilgenommen.

    Kern des Vormittags der 1. Verhandlung war die Verlesung der Anklageschrift sowie die Verlesung eines umfangreichen Verteidigerantrags (dem sich andere Verteidiger anschlossen).

    In einem wohl 50-seitigen Vortrag legte einer der Verteidiger nach Verlesung der Anklage mit substantiierter Begründung und Bezugnahme auf interne E-Mails unter Gerichtsmitgliedern dar, warum er davon ausgehe, dass die Zuweisung des Falles an die 5. Strafkammer des Landgerichts und auch die Berufung eines Beisitzenden Richters sowie eines Ergänzungsrichters nach seiner Auffassung gegen den Grundsatz des „Gesetzlichen Richters“ verstoße. Damit rügte er die Verletzung der grundgesetzlichen Garantie des Art. 101 GG, § 16 GVG auf den "Gesetzlichen Richter".

    Wird das Verfahren mit dieser Besetzung weitergeführt, ist damit ein erster Rechtsansatz für eine spätere Revision beim Bundesgerichtshof geschaffen, der mindestens die Gefahr einer Verzögerung der Rechtskraft des Urteils in sich birgt.

    Folgt das Gericht den Ausführungen des Verteidigers, besteht die Gefahr, dass das Verfahren neu begonnen werden muss.

    In beiden Fällen halte ich nicht förderlich für die Position der Anlegeransprüche.

  • Rechtsstreit zu Direktanspruch gegen Infinus-Vermittler endet in 2. Instanz vor dem Oberlandesgericht Köln mit einem Vergleich.

    Auf Schadensersatz wegen Falschberatung geklagt hatte eine Anlegerin unmittelbar gegen den Vermittler, wobei die Besonderheit des Falles darin bestand, dass dieser seit vielen Jahren als vertrauter Berater mit der Klägerin zusammenarbeitete, sowohl in Versicherungsfragen, als auch in Fragen der Geldanlage.

    Aus Sicht der Klägerin wurde das Auftreten des Vermittlers für die Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut erst durch die Vorlage des Zeichnungsprotokolls erkennbar.

    Während sich die erstinstanzliche Richterin des Landgerichts Köln nicht davon überzeugen ließ, dass ein Beratungsgespräch (zwischen den konkreten Parteien) bereits mit Aufnahme der Beratungsleistung zustande kommt und nicht erst mit der später erfolgenden Unterzeichnung von Formularen, äußerte der Spruchkörper des 24. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln in der mündlichen Verhandlung vom September 2015 seine zumindest vorläufige Ansicht dahin, der Argumentation des Klägervertreters folgen zu wollen, indem der Senat auf die sogenannte Passivlegitimation des Anlageberaters erkannte.

    Rechtstechnisch, so hatte die Klägerin vorgetragen, sei es schwer vorstellbar, dass durch die Gesprächsaufnahme ein Beratungsvertrag zwischen 2 Personen abgeschlossen wird und später ein Parteiwechsel der an der Beratungsaufnahme beteiligten Personen dadurch stattfindet, dass zum Ende des Beratungsgesprächs ein Formular verwendet wird, aus dem hervorgeht, dass der Vermittler im Namen eines Haftungsdachs auftritt.

    Der Erfolg zu dieser Rechtsposition (dass eine Passivlegitimation des Vermittlers bestand) eröffnete zugunsten der Klägerin die Grundlage für Vergleichsgespräche und im Ergebnis dem Abschluss eines Vergleichs.

    In diesem Zusammenhang sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auf die Einzelheiten jedes Sachverhaltes ankommt.

    Weiterhin sollte jeder Anspruchsteller daran denken, dass es alleine mit der Passivlegitimation des Vermittlers in eigener Person nicht getan ist.

    Zusätzlich ist u.a. die Falschberatung unter substantiierter Erläuterung aller infrage kommenden Falschberatungsaspekte darzulegen und unter Beweis zu stellen und auch die Schadenshöhe konkret darzulegen.

    Soweit ein Beratungsvorwurf auf mangelhafte Prospektierung des anberatenen Produkts gestützt werden soll bzw. auf den Vorwurf einer Plausibilitätsprüfung, ist weiter zu bedenken:

    Zum Vorwurf einer mangelhaften Plausibilität des Geschäftsmodells in der Infinus Gruppe  liegt es nahe, dass das angerufene Gericht ein Sachverständigengutachten zum Geschäftsgebaren und den Buchungspraktiken einholt. Allein die Kostengröße eines derartigen Gutachtens kann sensible Dimensionen erreichen.

    Hierbei steht weiter an, dass ein solches Verfahren sich über mehrere Jahre erstrecken kann und währenddessen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des beklagten Beraters möglich ist.

    Diese Themenkreise zeigen die Notwendigkeit einer genauen Prüfung des jeweiligen Falles, nach Typologie der Parteien und insbesondere dem Sachverhalt zum Zustandekommen der Beteiligungszeichnung und der zu erwartenden wirtschaftlichen Potenz der in Anspruch zu nehmenden Anspruchsschuldner.

  • Zum sog. Musterprozess vor dem Landgericht Leipzig

    In dem von mir geführten Schadensersatzprozess - in der Presse auch als Musterprozess bezeichnet -  gegen mutmaßlich verantwortliche Manager aus der Infinus-Gruppe fand am 22.06.2015 der 2. Termin zur mündlichen Verhandlung statt.

    Wichtige, zur Parteivernehmung/Zeugenvernehmung geladenen Personen erschienen nicht. Sie hatten ihr Fernbleiben zuvor unter Berufung auf den Rechtsgrundsatz nemo tenetur bzw. das zivilprozessuale Zeugnisverweigerungsrecht angekündigt. Ob diese Argumentation greift, wird das Gericht in einer Zwischenentscheidung beurteilen.

    Zum weiteren Inhalt des Verfahrens soll hier insofern ausgeführt werden, als dies zum Nachdenken über Berichte von Drittpersonen anregt, die zu diesem Verfahren berichten, obwohl sie an diesem nicht unmittelbar beteiligt sind.

    Das Gericht hat beispielsweise eine Differenzierung vorgenommen, betreffend bereits zuvor angelegter Gelder des Anlegers und frisch eingeschossener Geldmittel. Auf diese Feinheit könnte es - zumindest betreffend eines Teils der Schadenshöhe - in der Tat mit ankommen.

    Soweit von uns geführte Mandate betroffen sind, werden wir unsere betreuten Mandanten individuell informieren und beraten.

    Die streitige Argumentation zwischen den Parteien geht weiter.

    Der Antrag eines der Beklagten auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe zur Verteidigung gegen die Klage wurde am 13.03.2015 zurückgewiesen, weil seine Rechtsverteidigung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat.

  • Zum Insolvenzverfahren zum Vermögen des Herrn Jörg Biehl

    Bedenken zum Oktober-Gläubigeranschreiben des Herrn Dr. Kübler zum Insolvenzverfahren des Herrn Jörg Biehl.

     

    Beim Vollmachtsformular, Anlage 4 des Anschreibens, sollten nachstehende Aspekte bedacht werden:

    Zum einen gibt es keinen – mir bekannten - Beschluss des Gerichts vom 15.09.2014, auf den das Anschreiben Bezug nimmt. Wie man mir über das Büro des Dr. Kübler, Dresden, bei einem heutigen Telefonanruf, mitteilte, handelte sich um einen Schreibfehler und es soll sich um den Gerichtsbeschluss vom 19.09.2014 handeln, der dem Anschreiben beigefügt worden ist.

    Selbst bei großzügiger Umdeutung auf das richtige Beschlussdatum bleibt doch bedenklich, dass der unter Ziffer 2. zitierte Beschlusstext des Gerichts keine Tagesordnungspunkte aufführt, sondern dort nur die Einladung mit Benennung von Örtlichkeit und Uhrzeit erfolgt.

    Dementsprechend stellt sich die Frage, wie es möglich sein soll, dass die Vollmachtgeber dem Stimmrechtsbevollmächtigten präzise Anweisungen erteilen.

    Ich ersuche die Mandantschaft um Zusendung der Anschreiben mit ausgefülltem Vollmachtsformular, wobei Sie mich als Bevollmächtigten benennen und handschriftlich unter dem Punkt 2.1 unter meiner Nominierung handschriftlich ergänzen: „Herrn Dr. Solheid ist die Benennung eines Unterbevollmächtigten gestattet.“

    Am 28.07.2014 erfolgte die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

    Einzelheiten hierzu können dem Beschluss unter der Internetseite

    https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/

    entnommen werden.

    Laut Beschluss des AG Dresden vom 19.09.2014 waren die Insolvenzforderungen im Rang des § 38 InsO bis zum 17.12.2014 beim Insolvenzverwalter anzumelden.

    Unsere Mandanten wurden ersucht, sich nach Erhalt der Anspruchsanmeldeaufforderung des Dr. Kübler mit uns in Verbindung zu setzen.  Diejenigen Mandanten, die wünschen, dass wir die Forderungen für sie anmelden, sollten uns die Formulare nach Erhalt so schnell wie möglich zukommen lassen.

    Die taktischen Fragen hierzu werden wir dann mit Ihnen abstimmen.

  • Weitere Verfahren

    I. Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut, Az. 561 IN 430/14

    Laut Beschluss des AG Dresden vom 13.06.2014 wurde die Frist zur Anmeldung der Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bis zum 07.11.2014 verlängert.

    II. FuBus

    Nach einer Entscheidung des AG Dresden vom 15.09.2014 wurde der auf den 25.11.2014 anberaumte Berichtstermin zur Beschlussfassungen der Gläubigerversammlung aufgehoben. Der neue Gerichtstermin wurde bestimmt  für den 18.12.2014, 10:30 Uhr im Ostrapark, Halle: "Erlweinforum" Messering 8, 01067 Dresden.

    Die Frist zur Anmeldung der Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) wurde verlängert bis zum 02.12.2014.

    Zur Niederlegung der Insolvenztabelle wurde Frist bestimmt auf den 11.12.2014.

    Widersprüche gegen die Feststellung der angemeldeten Forderungen sind durch den Insolvenzverwalter, die Schuldnerin und die Gläubiger bis zum 19.01.2015 beim Amtsgericht Dresden, 01099 Dresden, Olbrichtplatz 1, schriftlich einzureichen. (Dieser Termin bleibt unverändert.)

    Da für die jeweilige Anleiheserie die OSV-Gläubigerversammlung keine gesonderte Ladung ergehen wird, sollte jeder einzelne Gläubiger auch seinerseits unter regelmäßiger Kontrolle im Internet unter www.insolvenzbekanntmachungen.de überprüfen, wann die Gläubigerversammlung zu „seiner“ Orderschuldverschreibungen (OSV) stattfindet.

    Im Rahmen der Mandate unserer Klienten werden wir die entsprechenden Kontrollen und Maßnahmen wahrnehmen.

    Wir bleiben bis auf weiteres bei unserer Position, dass es grundsätzlich für unsere Mandanten empfehlenswert ist,  eventuell erteilte Vollmachten zu widerrufen, die aufgrund des Anschreibens Herrn Dr. Kübler zu Gunsten eines Rechtsanwalts als gemeinsamen Vertreters erteilt worden sind.

  • Infinus aktuell – Forderungsanmeldetermin - Neues INso Aktenzeichen

    Aus gegebenem Anlass setze ich die Mandanten darüber in Kenntnis, dass sich das Aktenzeichen des Insolvenzverfahrens der FuBus geändert hat, nachdem beim Amtsgericht Dresden ein Wechsel des verantwortlichen Ressorts stattgefunden hat.

    Das neue Insolvenz-Az. lautet: 554 IN 2257 / 13.

    Bei der Sucheingabe im Justizportal zum dortigen Erhalt der jüngsten Informationen sollten Sie dieses Az. eingeben oder die Suche über den Namen vollziehen.

    Aus der Kanzlei des Insolvenzverwalters, Dr. Kübler, wurde mir am 30.05.2014 mitgeteilt, dass der bisher notierte Termin zur Anmeldung der Forderung vom 16.06.2014 nicht mehr aktuell ist und seitens des Insolvenzverwalters ein Anschreiben an die Gläubiger in Vorbereitung ist, in welchem diese zum weiteren Vorgehen der Forderungsanmeldung informiert werden.

    bitte rufen Sie die neuesten Informationen unter der Internetseite http://www.insolvenzbekanntmachungen.de ab. So wurde beispielsweise am 30.05.2014 zur Fortsetzung des Termins über die Beschlussfassungen der OSV-Gläubiger vom 13.05.2014 zu bestimmten - genau spezifizierten Orderschuldverschreibungen - als Anschlusstermin der 17.06.2014 im Amtsgericht Dresden, Roßbachstraße 6, 01069 Dresden, Saal A 1.119 ab 8:30 Uhr benannt. Hierbei erteilte das Gericht folgende Hinweise:

    1.    Stimmrechtsvollmachten behalten ihre Gültigkeit, es sei denn

    a)    ihre Gültigkeit wurde auf den 13.05.2014 beschränkt und/oder

    b)    sie wurde widerrufen.

    2.    Es besteht keine Pflicht zur Wahl eines gemeinsamen Vertreters.

    Beim Insolvenzgericht war am 30.05.2014 zu erfahren, dass nach aktuellem Informationsstand nicht vor November 2014 mit einem Berichtstermin zu rechnen ist.

     

    Bericht zur 1. Gläubigerversammlung v. 13.05.2014

    Zum Ergebnis der Gläubigerversammlung der Future Business KGaA vom 13.05.2014 in Dresden ist mitzuteilen, dass:

    1. Über die auf der Tagesordnung stehenden Entscheidungen keine Abstimmung stattfand. Damit bleibt u.a. offen, ob ein gemeinsamer Vertreter der Gläubiger benannt wird und wenn ja, wer dies sein wird.

    Der Versammlungsbeginn verspätete sich aufgrund technischer Probleme bei der Erfassung der Teilnehmer und deren Stimmrechte um 2 1/2 Std. auf 12:30 Uhr. Während der Veranstaltung kamen begründete Zweifel an der korrekten Registrierung der Anleger bzw. deren Vertreter auf.

    Zudem konnte kein geeignetes Verfahren für die kurzfristige Abgabe von Einzelstimmen gefunden werden.

    Offen blieb auch die Frage nach der Vergütung eines gemeinsamen Vertreters.

    2.         Aus verschiedenen formell- und materiellrechtlichen Gründen wurden am späteren Nachmittag des Veranstaltungstages von Gläubigern bzw. Gläubigervertretern Befangenheitsanträge gegen die Verantwortlichen der Gläubigerveranstaltung gestellt.

    Der entscheidungszuständige Insolvenzrichter erklärte hierauf, dass die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werde, da er die Begründetheit der Befangenheitsanträge prüfen müsse und hierzu die Stellungnahme der betroffenen Personen einzuholen sei.

    3.         Zum Schicksal der getätigten Kapitalinvestitionen waren in der Versammlung von besonderem Interesse die Äußerungen des Insolvenzverwalters, Dr. Kübler, der seine Ausführungen zum Statement zur FuBus-Pressekonferenz vom 01.04.2014 aktualisierte und ergänzte (s. hierzu das InsO-Verwalter-Statement über die unten stehende Verlinkung).

    Herr Dr. Kübler legte dar, dass seine Prognose einer 20%-tigen Quote bisher „nicht revidiert“ werden müsse und Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Genussrechte den Orderschuldverschreibungen in ihrer insolvenzrechtlichen Einordnung gleichzustellen sind. 

    Nicht zuletzt von dieser Frage wird die Höhe der Quote abhängig sein.

    Zu meiner Frage an den Insolvenzrichter, ob in Anbetracht der Verschiebung einer Entscheidung zum „Gemeinsamen Vertreter“ der Termin zur Forderungsanmeldung zum 16.06.2014 bestehen bleibt, legte sich der Richter nicht fest.

    4.         Weitere Informationen über die Fortsetzung des Verfahrens sollen stattfinden über die Internetseite: https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

    5.         Betreffend bereits erteilte Vollmachten zu Gunsten des Rechtsanwalts Glöckner werden wir unseren Mandanten aufgrund bisheriger Informationen dazu raten, diese beim Insolvenzverwalter zu widerrufen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der bevollmächtigte Rechtsanwalt in eigener Sache die Stimme zu dessen Anwaltsmandatierung erteilt und im Falle dessen Bestellung eventuell vermeidbare Kosten zulasten der Haftungsmasse verursacht werden.

    Reichenbach im Vogtland, den 14.05.2014

  • Wir vertreten grds. keine Infinus Vermittler

    Hinweis: Nicht zuletzt aus Gründen einer drohenden Interessenkollision wird es grundsätzlich abgelehnt, Infinus-Vermittler zu vertreten.

  • Die Kanzlei vertritt Infinus-Anleger

    Aufgrund einer hohen Zahl an mich gerichteter Mandatsanfragen mutmaßlich geschädigter Infinus - Anleger habe ich eine Arbeitsgemeinschaft mit einer in Thüringen ansässigen Rechtsanwaltskanzlei  mit 2 Fachanwälten für Kapitalanlagerecht gegründet.

    Vom Erfahrungsaustausch durch 3 involvierte Rechtsanwälte, die in Kontakt zu einer Vielzahl von Mandanten stehen entsteht eine erhöhte Konzentration von Sachinformationen, die für die Durchsetzung der Ansprüche von Geschädigten von Vorteil ist. Mittlerweile wurde uns beispielsweise Material zu Vertragsbeziehungen zwischen der Infinus AG und deren Vermittlern bekannt.

    Betroffene, zu denen Kontakt auf direktem Wege besteht, oder über Rechtsschutzversicherungen, wurden ab dem 29. Nov. 2013 von meiner Kanzlei angeschrieben.  Sie erhielten Dokumente zur gewünschten Mandatsaufnahme sowie einen Erfassungsbogen mit spezifischen Fragen, etwa wann, wo, mit wem, mit welcher Zielsetzung und unter welchen Umständen es zu der mutmaßlich schädigenden Vermögensanlage gekommen ist.

    Zur Prüfung der Ansprüche gegen die unterschiedlichen Beteiligten bedarf der Fragenkatalog gründlicher Vorbereitung. Er bezieht die Erfahrungen aus der Sachverhaltaufarbeitung bisher befragter Infinus-Anleger ein.

    Die zahlreichen von uns bundesweit betreuten Anleger haben die Umstände ihrer Vermögensanlagen genau darzustellen, da da es von einzelnen Details abhängt, welche Ansprüche gegen wen zur Schadlosstellung mutmaßlicher Schäden geltend gemacht werden können. Der Sachverhalt und die Rechtslage zu jeder Anlage ist individuell und für jede Anlage differenziert zu überprüfen.

    Für unsere Mandaten wurden Ende November/Anfang Dezember 2013 Kontakte zum Insolvenzverwalter, zur Staatsanwaltschaft sowie zur BaFin, Bundesanstalt für Finanzaufsicht, aufgenommen.

    Informationen der BaFin zum Falle Infinus finden Sie unter:

    http://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/FAQ/faq_meldung_131206_infinus.html

    Informationen über den Bearbeitungsstand bei der Staatsanwaltschaft veröffentlicht diese unter der Internetadresse:

    http://www.justiz.sachsen.de/stadd/content/6.htm

    Unter dem Datum des 31.01.2014 hat die Staatsanwaltschaft Dresden im Bundesanzeiger  eine Liste der Vermögensgegenstände veröffentlicht, die bei den verschiedenen Personen im Ermittlungsverfahren  in Sachen INFINUS sichergestellt worden sind. Die Informationen hierzu finden sie unter:

    https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=2bc5c77ce526c372e13e35de0a4053d2_610a&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=5a9959938ac26edf&fts_search_list.destHistoryId=00271

    Weitere Mitteilungen der StA vom 24.03.2014 finden sich unter: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=2bc5c77ce526c372e13e35de0a4053d2_610a&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=2b15c85526d7bf47&fts_search_list.destHistoryId=00271

    Informationen des vorläufigen Insolvenzverwalters zum Insolvenzverfahren der Future Business KGaA (FuBus), sowie die Firmen Prosavus und EcoConsort erhalten Sie auf den Webseiten der vorbezeichneten Firmen

     

    http://www.fubus.de/glaeubigerinfo/

    http://www.prosavus.de/glaeubigerinformation

    http://www.ecoconsort.de/glaeubigerinfo.html

    Anleger, deren ausgefüllte und unterschriebene Unterlagen uns bis zum 12.12.2013 erreicht haben werden ab 18.12.2013 über unsere erste anwaltliche Positionierung informiert.
     

    Die per 02.04.2014 aktuellsten Informationen erhalten die Anleger im Statement des Insolvenzverwalters, zu finden unter http://www.kueblerlaw.com/de/#/de/pressemitteilung/insolvenzverfahren-ueber-das-vermoegen-der-future-business-kgaa-dresden-und-weiterer-gesellschaften-der-fubus-infinus-gruppe.html?year=2014